Presse

10.07.2019  In der türkischen Presse:

08.07.2019 CONFERENCE REPORT – Muslim chaplaincy in Europe and North America

Germany
Approximately five million Muslims of various ethnic groups live and work in Germany today. Muslims with Turkish origins comprise the largest nationality-based ethnic community. Due to the growth of the Muslim population, the demand for chaplaincy in various sectors, e.g. healthcare and prison, continues to increase. Whether we are talking about individual health and psychological issues of the ‘guest worker’ generation that arrived in 1960–70s or much earlier than the recently arrived refugees, there is clearly a need for social workers and chaplains capable of dealing with different cultural and religious backgrounds. Meanwhile, the deficiency in health and psychological chaplaincy in Germany is remarkable: currently, different Islamic associations, the German government, and church-related institutions offer various forms of Muslim chaplaincy in 119 districts or cities throughout Germany (see figure). Nevertheless, there is still a lack of professional and standardised training for Muslim chaplaincy. In its third term in the year 2014, the German Islam Conference (Deutsche Islam Konferenz – DIK), organised by the German Federal Ministry of the Interior, made this a major issue of discussion with Islamic organisations and experts. As a result, different institutions adopted measures and took steps to face current challenges in the field of Muslim chaplaincy in Germany. According to Cemil Sahinöz, full-time chaplains are required to replace the voluntary workers. Therefore, an umbrella organisation shaped by Islamic associations that can monitor Muslim chaplaincy using commonly accepted standards and be held accountable should be established.“ S. 8
https://aiwg.de/wp-content/uploads/2019/07/AIWG-Conference-Report_Muslim-chaplaincy.pdf

 

09.05.2019 Was sich ändern muss, damit Menschen in Not den richtigen Beistand bekommen

Im Gefängnis, am Unfallort, im Krankenhaus – Profis wie Aişe A. werden dort dringend gebraucht. Am Einsatzort mit einer muslimischen Seelsorgerin.

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Im Gegensatz zur christlichen Seelsorge ist die muslimische Seelsorge in Deutschland nicht institutionalisiert. Entsprechend sind hier meist nur ehrenamtliche muslimische Seelsorger und Seelsorgerinnen wie Aişe A. im Einsatz. Bundesweite und repräsentative Zahlen über Muslime, die Seelsorge-Angebote wahrnehmen oder anbieten, gibt es laut dem Soziologen Cemil Şahinöz nicht, der zu diesem Thema promovierte. Immer wieder wird berichtet, dass der muslimische Beistand in Gefängnissen und sogar bei der Bundewehr fehle. Auch Aişe A. merkt, wie groß die Nachfrage bei den knapp 5 Millionen in Deutschland lebenden Muslimen ist und wie klein das Angebot.

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Die aktuelle Situation führt dazu, dass muslimische Seelsorge nicht überall dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Und dazu gehören nicht nur die Gefängnisse. Auch in der Notfallseelsorge fehlen Ressourcen und Struktur, was dazu führt, dass sich nur wenige als Seelsorger engagieren können. Zum Beispiel genießt Aişe A. nicht die gleichen Rechte wie ihre christlichen Kollegen, ihre Arbeit wird nicht vergütet und sie ist nicht versichert.

Wo werden Seelsorger ausgebildet?

In Deutschland gibt es keine konkrete Ausbildungsstätte für muslimische Seelsorger. Der Religionspsychologe und Soziologe Cemil Şahinöz zählt rund 119 islamische Seelsorge-Angebote in der Bundesrepublik, die allesamt unterschiedliche Träger haben. In den meisten Fällen sind es Vereine, die vom Land oder der Stadt Projektfördergelder beantragen.

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Esra Ayari, Perspective Daily, 09.05.2019

https://perspective-daily.de/article/801/TRixQDDf?fbclid=IwAR36dh-m5-PVy25iVkJzs-ShAM2LJrzy_2u8dtBwUCnYLICuzeGMINfapOE

 

04.02.2019 In der türkischen Presse:
(04.02.2019) Avrupa´da İslami Manevi Bakım projeleri (Seelsorge)

 

23.01.2019 Muslim Chaplaincy, Islamic Chaplaincy, Spiritual Care

 

(06.01.2019) Seelsorge ohne Einzelgespräche ist nur Teil-Seelsorge. Defizite in der Gefängnisseelsorge

Spirituelle Hilfe braucht Standardisierung

 

05.07.2018 Neue Antworten für neue Zeiten?

Islamische Zeitung, Juli 2018

 

18.06.2018 Interview mit IslamIQ

MUSLIMISCHE AKADEMIKER.  Seelsorge im Islam – Theorie und Praxis in Deutschland

Akademiker widmen sich den wichtigen Fragen unserer Zeit. IslamiQ möchte zeigen, womit sich muslimische Akademiker aktuell beschäftigen. Heute Dr. Cemil Şahinöz über Seelsorge im Islam.

IslamiQ: Können Sie uns kurz etwas zu Ihrer Person und ihrem akademischen Werdegang sagen?

Cemil Şahinöz: Ich bin 1981 in Deutschland geboren. Nach dem Abitur habe ich Soziologie mit dem Nebenfach Psychologie studiert. Danach habe ich meine Promotion in den Fächern Theologie und Soziologie mit dem Schwerpunkt Religionspsychologie absolviert.

IslamiQ: Können Sie uns Ihre Dissertation kurz vorstellen?

Şahinöz: Mein Dissertationsthema lautete “Seelsorge im Islam – Theorie und Praxis in Deutschland“. Dabei habe ich ein Konzept der islamischen Theologie entworfen und eine erste empirische Studie über die islamische Seelsorge in Deutschland gemacht. Dafür habe ich verschiedene Seelsorgedisziplinen, wie z. B. Krankenhausseelsorge, Notfallseelsorge, Gefängnisseelsorge, Telefonseelsorge, Seniorenseelsorge, Flüchtlingsseelsorge, Gemeindeseelsorge, Psychiatrieseelsorge, Militärseelsorge und Onlineseelsorge analysiert. Insgesamt konnte ich 117 islamische Seelsorgeangebote in Deutschland ausfindig machen. Daraufhin habe ich Experteninterviews mit sowohl Seelsorgern als auch mit Ausbildern von Seelsorgern durchgeführt. Fragebögen, Auswertung von Curricula und anderen Dokumenten, insgesamt ca. 1040 Dokumente, sind ebenfalls Bestandteil der Arbeit. Auch wurde ein Vergleich mit den Ländern Dänemark, England, Frankreich, Italien, Kanada, Niederlande, Österreich, Schweiz, Türkei und USA gemacht, um zu schauen, wie in diesen Ländern islamische Seelsorge angeboten und durchgeführt wird.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit für die Entwicklung des Konzeptes sind die Quellen des Islams gewesen. Welche Seelsorgeformen findet man im Islam? Kennt der Islam den Begriff der Seelsorge? Theologisch und historisch habe ich das Thema Seelsorge im Islam aufgegriffen und an Hand von Koran, Hadith und Traditionen erläutert. Auch die christliche Seelsorge, hinsichtlich ihrer Geschichte, Theologie und Begrifflichkeit habe ich versucht zu erforschen.

IslamiQ: Warum haben Sie dieses Thema ausgewählt? Gibt es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Şahinöz: Das Thema islamische Seelsorge ist gegenwärtig ein sehr wichtiges Thema in der muslimischen Community. Aber nicht nur unter den Muslimen, sondern auch auf der politischen und gesamtgesellschaftlichen Ebene wird es immer wichtiger. Deshalb befasst sich auch die Deutsche Islam Konferenz damit. Ansonsten hatte ich im privaten auch immer Berührungen mit islamischer Seelsorge. 2005-2007 habe ich Imame in der Gefängnisseelsorge begleitet. In meinem Hauptberuf als Familienberater habe ich bei Klienten öfters das Thema als Bedarf wahrgenommen. Für eine Landesregierung schrieb ich ein Gutachten zur Gefängnisseelsorge und aktuell gestalte ich in Kooperation eine muslimische Notfallseelsorgeausbildung mit. Dass heißt, das Thema begleitet mich schon mehrere Jahre. Da war es dann für mich auch klar, dass Thema wissenschaftlich zu erforschen.

IslamiQ: Haben Sie positive/negative Erfahrungen während Ihrer Dissertation gemacht? Was treibt Sie voran?

Şahinöz: Sowohl, als auch. Positiv ist, dass islamische Seelsorge in Deutschland Beachtung findet und erst losgeht. Sie steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen, vielleicht sogar noch in Babyschuhen. Daher ist es wichtig, Seelsorge zu institutionalisieren, zu professionalisieren und vor allem zu standardisieren. Denn das Negative ist, dass es auch viele Projekte mit dem Label islamische Seelsorge gibt, bei denen der Kern der Seelsorge, nämlich Einzelgespräche, gar nicht stattfindet. Das ist Schade und hat leider nur wenig mit tatsächlicher Seelsorge zu tun. Das brauchen aber die Klienten. Der Bedarf ist immens. Daher bin ich weiterhin motiviert, bei dem Thema zu bleiben und weiter zu forschen.

IslamiQ: Inwieweit wird Ihre Dissertation der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland nützlich sein?

Şahinöz: Wie gesagt, fehlt es bislang im Bereich der islamischen Seelsorge an theologischen und soziologischen Gesamtkonzepten. Ich hoffe, dass meine Arbeit genau diese Lücke schließen kann und für weitere Forschungen nützlich sein wird. Denn die Arbeit ist eine ausführliche Forschungsarbeit über die islamische Seelsorge in Deutschland. Sie bietet ein erstes Konzept und detaillierte und konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft.

Das Interview führte Muhammed Suiçmez.
IslamIQ, 18.06.2018

http://www.islamiq.de/2018/06/18/seelsorge-im-islam-theorie-und-praxis-in-deutschland/

 

08.08.2017 In der türkischen Presse:

 

09.03.2017 Aufbau einer muslimischen Notfallseelsorge in Bielefeld

https://misawatruth.wordpress.com/2017/03/09/09-03-2017-aufbau-einer-muslimischen-notfallseelsorge-in-bielefeld/

 

18.04.2016 In der türkischen Presse:

(18.04.2016) Türkiye‘de manevi bakım

 

14.02.2013 In der türkischen Presse: